Bei einer Klangmassage stehen Klangschalen auf dem bekleideten Körper und werden sanft angeschlagen. Die Schwingungen sind auf der Haut deutlich spürbar. Geknetet oder gedrückt wird nicht. Im Mittelpunkt stehen Ruhe, Klang und eine bewusste Körperwahrnehmung.
Woher die Klangmassage stammt
Klangschalen sind vor allem aus Asien bekannt, etwa aus Nepal, Tibet und Indien. Die Klangmassage als eigene Methode ist dagegen recht jung. Der Pädagoge und Ingenieur Peter Hess hat sie 1984 entwickelt. Heute bilden Institute und Akademien in vielen Ländern in der Methode aus.
Ablauf einer Sitzung
Sie liegen bekleidet auf einer Matte oder Liege. Die Behandlerin stellt Klangschalen unterschiedlicher Größe auf Ihren Körper, etwa auf Rücken, Bauch oder Brustkorb. Danach schlägt sie die Schalen nacheinander mit einem weichen Schlägel an. Große Schalen klingen tief und schwingen lange nach, kleinere klingen heller.
Manchmal kreist eine Schale auch knapp über dem Körper oder erklingt neben dem Kopf. Das Tempo bleibt ruhig und gleichmäßig. Auf Wunsch liegt der Schwerpunkt auf einer bestimmten Körperregion.
Tipp: Tragen Sie bequeme, lockere Kleidung. So können Sie sich besser entspannen.
Klangschalen und Chakren
In manchen Praxen stehen die Schalen entlang der sieben Chakren. Diese gelten in indischen Traditionen und im Yoga als Energiezentren entlang der Körpermitte. Einen wissenschaftlichen Nachweis für sie gibt es allerdings nicht. Für die Entspannung ist dieses Konzept auch nicht nötig.
Was eine Klangmassage bewirken kann
Viele Menschen erleben die Klangmassage als tief entspannend. Der gleichmäßige Klang hilft dabei, das Gedankenkarussell anzuhalten. Deshalb nutzen viele sie bei Alltagsstress oder innerer Unruhe.
Für eine Wirkung gegen Schmerzen gibt es dagegen kaum Belege. Das Faktencheck-Portal Medizin transparent berichtet von einer kleinen Studie, in der Klangschalen Schmerzen nicht besser linderten als eine Scheinbehandlung. Unerwünschte Wirkungen sind laut dem Portal bisher nicht bekannt geworden.
Eine Klangmassage eignet sich also als Methode zur Entspannung. Bei Beschwerden ersetzt sie keine ärztliche Behandlung.
Für wen sich die Klangmassage eignet
Die Methode passt zu Menschen, die eine ruhige Behandlung ohne Druck suchen. Auch wer Berührungen bei einer Entspannungsmassage als zu intensiv empfindet, kommt damit oft gut zurecht. Manche Praxen kombinieren die Klänge mit einer Reiki Massage.
Wenn Sie schwanger sind, Implantate tragen oder empfindlich auf laute Töne reagieren, sprechen Sie das vor der Sitzung an.
Kann ich eine Klangmassage zu Hause machen?
Eine einfache Variante ist möglich. Stellen Sie eine Klangschale im Liegen auf den Bauch oder halten Sie sie in der flachen Hand. Schlagen Sie die Schale dann sanft an und lassen Sie den Ton ganz ausklingen, bevor Sie erneut anschlagen. Spüren Sie dabei bewusst den Schwingungen nach. Für eine längere Anwendung mit mehreren Schalen ist eine ausgebildete Fachkraft die bessere Wahl.
Was unterscheidet sie von einer klassischen Massage?
Bei einer klassischen Massage bearbeiten Hände die Muskulatur direkt. Hier übertragen dagegen die Schalen ihre Schwingungen auf den Körper, eine Berührung durch die Hände findet kaum statt.
