Theragun ist die Massagepistole des US-Unternehmens Therabody aus Los Angeles. Erfunden hat sie der Chiropraktiker Dr. Jason Wersland, der nach einem Motorradunfall ein Gerät gegen seine eigenen Schmerzen suchte. Theragun zählt zu den Marken, die Massagepistolen bekannt gemacht haben.
Wie Theragun entstand
Wersland baute den ersten Prototyp aus einem umgebauten Elektrowerkzeug. Danach entwickelte er das Gerät über Jahre weiter, bis 2016 eine erste Version für Endkunden auf den Markt kam. Später benannte sich das Unternehmen in Therabody um.
Heute gehören neben den Massagepistolen auch Geräte für Kompression, Wärme und die Augenpartie zum Sortiment. Die Massagepistolen bleiben aber das bekannteste Produkt der Firma.
Welche Modelle bietet Theragun?
Im Oktober 2026 führt der Hersteller unter anderem diese Massagepistolen:
- Theragun Mini und Mini Plus: kompakte Geräte für unterwegs
- Relief: ein einfaches Modell für den Einstieg
- Sense und Prime: Geräte für den regelmäßigen Einsatz
- Prime Plus, PRO und PRO Plus: Modelle mit Zusatzfunktionen wie Wärme, beim PRO Plus auch Rotlicht
Technik: Griff und Hub
Typisch für die Marke ist der dreieckige Griff. Er erlaubt verschiedene Griffpositionen, damit Sie auch Rücken und Schultern erreichen. Die größeren Modelle arbeiten mit einem Hub von 16 Millimetern, die Mini mit 12 Millimetern. Viele Geräte anderer Marken haben einen geringeren Hub.
Der Hub beschreibt, wie weit der Kopf bei jedem Stoß nach vorn fährt. Je größer er ist, desto tiefer wirkt der Stoß in die Muskulatur. Für empfindliche Stellen ist deshalb nicht immer das stärkste Gerät das beste.
So setzen Sie eine Massagepistole richtig ein
Führen Sie den Kopf langsam über den Muskelbauch, statt lange an einer Stelle zu bleiben. Für den Anfang genügen ein bis zwei Minuten pro Muskelgruppe. Wählen Sie zudem den Aufsatz passend zur Stelle, also einen großen Ball für Oberschenkel und Gesäß und einen kleineren Kopf für Waden oder Unterarme. Die meisten Modelle bieten mehrere Stufen, beginnen Sie stets mit der niedrigsten.
Was über die Wirkung bekannt ist
Therabody stellt auf einer eigenen Seite zur Forschung seinen wissenschaftlichen Beirat vor und nennt 29 veröffentlichte Studien mit Fachbegutachtung. Unabhängige Übersichtsarbeiten sehen Hinweise auf kurzfristige Effekte auf Beweglichkeit und Muskelschmerz. Die Datenlage ist jedoch noch schmal, und eine Behandlung bei Verletzungen ersetzt das Gerät nicht.
Für wen eignet sich Theragun?
Theragun passt zu sportlich aktiven Menschen, die ein Gerät häufig nutzen und Wert auf Ergonomie legen. Für gelegentliche Anwendungen reicht oft eine einfachere Massagepistole, zum Beispiel von Renpho. Den direkten Gegenspieler im oberen Segment baut Hyperice mit der Hypervolt-Reihe.
Setzen Sie das Gerät nicht auf Knochen, Gelenke, Kopf oder Hals. Bei Thrombose, Blutverdünnern oder frischen Verletzungen sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
