Ein Igelball ist ein kleiner Ball mit Noppen, mit dem Sie sich selbst massieren können. Er regt die Haut an, lockert die Muskulatur und schult die Wahrnehmung. Igelbälle gibt es in verschiedenen Größen und Farben, und sie kosten nicht viel. Deshalb finden sie sich in Physiotherapie-Praxen ebenso wie in Kindergärten.
Mit den richtigen Übungen bearbeiten Anfänger wie Geübte gezielt Hände, Füße, Rücken oder Beine.
5 Fakten über Igelbälle
- Igelbälle ermöglichen eine Massage verschiedener Körperregionen aus eigener Kraft.
- Die Bälle sind in Durchmessern von wenigen bis über zehn Zentimetern erhältlich.
- In der Ergotherapie und Frühförderung schulen sie Feinmotorik und Körperwahrnehmung.
- Die Noppen reizen die Haut und regen ihre Durchblutung an.
- Die meisten Bälle bestehen aus robustem, abwaschbarem Kunststoff.
Was ist ein Igelball?
Ein Igelball besteht meist aus weichem bis festem Kunststoff mit vielen kleinen Noppen. Diese Noppen geben dem Ball seinen Namen. Sie reizen die Nervenenden in der Haut, was sich kribbelnd und belebend anfühlt.
Schon wenige Minuten reichen für eine kurze Massage oder eine Übung für Koordination und Fingerfertigkeit. Rollen Sie den Ball einfach mit leichtem Druck über die Haut und spüren Sie der Wirkung nach. Hersteller wie TOGU bieten Igelbälle in mehreren Größen und Härtegraden an.
Diese Arten von Igelbällen gibt es
Die Unterschiede liegen vor allem in Größe, Härte und Form. Neben dem klassischen runden Ball gibt es:
- ovale Noppenbälle
- Noppenringe für Finger und Hände
- Bälle mit Wabenstruktur
Manche Anbieter verkaufen außerdem Metallkugeln mit Noppen und eingebauten Magneten. Für eine besondere Wirkung der Magnete gibt es keine Belege. Diese Kugeln sind schwerer und trainieren vor allem die Geschicklichkeit, ähnlich wie Qigong-Kugeln.
Kleine Bälle für die Feinmotorik
Je größer der Ball, desto mehr Fläche erreicht er. Ein Ball mit mehr als sieben Zentimetern Durchmesser eignet sich gut für Rücken und Nacken. Kleinere Bälle sind ideal für Hände und Finger.
Übung für die Hände
Nach langem Tippen auf der Tastatur fühlen sich die Finger oft steif an. Diese Übung lockert die Hände:
- Rollen Sie den Ball an der Innenseite der Finger entlang.
- Massieren Sie die Fingerspitzen mit kreisenden Bewegungen.
- Legen Sie den Ball in die Handfläche, umschließen Sie ihn mit den Fingern und bewegen Sie ihn in der Hand.
Kribbeln oder Taubheit in den Fingern, die häufig auftreten oder länger anhalten, sollten Sie ärztlich abklären lassen.
Übungen mit dem Igelball für Füße, Rücken und Beine
Für die Füße legen Sie den Igelball im Sitzen auf den Boden und rollen die Fußsohle langsam darüber, von den Zehen bis zur Ferse. Für den Rücken klemmen Sie den Ball zwischen Rücken und Wand und bewegen sich langsam auf und ab. Lassen Sie dabei die Wirbelsäule selbst aus. An den Oberschenkeln rollen Sie den Ball mit beiden Händen in Längsrichtung.
Zu zweit wird der Ball zum Werkzeug für eine Partnermassage, etwa für die Kreuzbeinmassage in der Schwangerschaft. Für tiefer liegende Muskeln ist ein glatter Massageball oft angenehmer.
Worauf Sie beim Kauf eines Igelballs achten sollten
Größe: Weil Sie verschiedene Körperregionen bearbeiten können, gibt es die Bälle in verschiedenen Größen. Ein Set mit kleinen Bällen um fünf Zentimeter und größeren über zehn Zentimeter deckt die meisten Zwecke ab.
Härte: Weiche Bälle sind für Kinder und empfindliche Haut angenehmer. Festere Bälle mit größeren Noppen massieren intensiver.
Material: Die meisten Bälle bestehen aus robustem Kunststoff. Sie lassen sich leicht reinigen und vertragen auch Wasser, etwa in der Badewanne.
Farbe: Die Farbe spielt für die Wirkung keine Rolle, manche Hersteller kennzeichnen damit aber die Größe oder Härte.
Wer verschiedene Körperstellen behandeln möchte, ist mit einem Set aus mehreren Bällen gut beraten.
Häufige Fragen
Welche Hersteller bieten Igelbälle an?
Bekannte Anbieter sind unter anderem Togu und Sport-Tec. Daneben verkaufen Sportgeschäfte und Discounter Igelbälle unter eigenen Namen.
Wofür ist ein Igelball gut?
Er eignet sich für Finger, Hände, Füße, Nacken, Rücken und Oberschenkel. Die Noppen regen die Durchblutung der Haut an, und die Massage kann Verspannungen lockern. In der Therapie und bei Kindern dient er zudem der Wahrnehmung und Feinmotorik.
Ist ein Igelball hart?
Das hängt vom Modell ab. Wird zu fest gedrückt, kann ein unangenehmes Gefühl auf der Haut bleiben. Wer empfindlich reagiert, wählt zunächst einen weicheren Ball mit kleinen Noppen und beginnt mit sanftem Druck.
Wann sollte ich auf die Massage verzichten?
Rollen Sie nicht über Krampfadern, Entzündungen, offene Hautstellen oder frische Verletzungen. Menschen mit Diabetes und Empfindungsstörungen an den Füßen klären die Anwendung besser vorher ärztlich.
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