Ein Antistressball ist ein kleiner, weicher Ball, den Sie in der Hand drücken, kneten und quetschen. Das gleichmäßige Zusammendrücken lenkt ab und kann helfen, innere Anspannung abzubauen. Gleichzeitig trainiert es Hand und Finger. Deshalb nutzen auch viele Kinder solche Bälle zum Spielen und für die Feinmotorik.
5 Fakten über Antistressbälle
- Sie passen in jede Tasche und lassen sich überall einsetzen.
- Kneten, Drücken und Quetschen beschäftigt die Hände und lenkt die Aufmerksamkeit.
- Wer die Hand fest anspannt und danach locker lässt, spürt den Unterschied zwischen Spannung und Entspannung.
- Die Bälle trainieren Greifkraft und Fingerbeweglichkeit.
- Sie ersetzen keine Behandlung bei anhaltendem Stress oder Schmerzen.
Wie ein Antistressball wirken kann
Stress zeigt sich oft im Körper. Laut dem Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums gehören Verspannungen zu den typischen körperlichen Folgen anhaltender Belastung. Als Gegenmittel nennt das Portal unter anderem Bewegung und Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelentspannung.
Genau dieses Prinzip lässt sich mit dem Ball im Kleinen nachahmen. Sie drücken ihn einige Sekunden fest zusammen und lassen dann bewusst los. Viele Menschen empfinden das als beruhigend, etwa in einem angespannten Telefonat oder vor einer Prüfung. Wissenschaftlich gut untersucht ist der Effekt des Balls selbst allerdings nicht.
Was ist ein Antistressball?
Gemeint sind kleine Bälle mit weicher Füllung oder aus weichem Schaumstoff. Sie halten Drücken und Quetschen aus, ohne kaputtzugehen. Viele lassen sich auch werfen oder fangen, manche Modelle eignen sich zum Jonglieren. Ein Vorteil ist die kompakte Größe.
Diese Arten gibt es
Die Modelle unterscheiden sich vor allem in Aufbau und Material.
Bälle aus Schaumstoff oder Kunststoff
Das ist die verbreitetste und meist günstigste Variante. Die Bälle bestehen aus weichem Schaumstoff oder sind mit Luft gefüllt. Sie formen sich nach dem Drücken schnell wieder zurück.
Knetbälle
Knetbälle haben eine Hülle aus Stoff, Leder oder Kunstleder. Die Füllung ist unterschiedlich, etwa Granulat oder Gel. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich gut verformen lassen.
Hacky-Sack-Bälle
Diese Bälle haben einen Textilbezug und oft eine auffällige, gestrickte Oberfläche. Sie sind fester als Knetbälle und lassen sich kaum zusammendrücken. Dafür eignen sie sich gut zum Spielen mit Füßen und Händen.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Material: Der Ball muss viel aushalten. Achten Sie auf eine robuste Hülle und eine Füllung, die nicht austreten kann.
- Größe: Er sollte gut in Ihrer Hand liegen. Für Kinderhände eignen sich kleinere Modelle.
- Härte: Weiche Bälle sind angenehm zum Entspannen, festere eignen sich besser für das Training der Greifkraft.
- Einsatz: Zum Werfen und Jonglieren brauchen Sie andere Eigenschaften als zum Kneten am Schreibtisch.
- Design: Wenn Ihnen der Ball gefällt, nehmen Sie ihn eher zur Hand.
Wer neben den Händen auch Füße oder Rücken massieren möchte, greift besser zu einem Igelball mit Noppen oder einem festen Massageball.
Häufige Fragen
Welche Hersteller von Antistressbällen gibt es?
Antistressbälle bieten viele Spielwaren- und Werbemittelhersteller an. Häufig zu finden sind unter anderem Marken wie Moses, Peradix und Fansteck.
Kann ich einen Antistressball selbst machen?
Ja, mit wenigen Materialien. Füllen Sie einen Luftballon mit Reis, Mehl oder Grieß und verknoten Sie ihn gut. Für mehr Stabilität ziehen Sie einen zweiten Ballon darüber. Die glatte Oberfläche lässt sich anschließend bemalen. Für kleine Kinder sind selbst gebastelte Bälle allerdings nicht geeignet, weil geplatzte Ballonteile verschluckt werden können.
Ist ein Antistressball für Kinder sinnvoll?
Für Kinder ist der Ball ein schönes Spielzeug, das nebenbei Motorik und Fingerkraft schult. Achten Sie auf das Alter, für das der Hersteller den Ball freigibt. Weiche Bälle aus Schaumstoff sollten nicht in den Mund genommen werden.
Kann ein Antistressball bei Schmerzen in der Hand helfen?
Leichtes Kneten kann die Hand lockern, etwa nach langem Tippen. Ergänzend tut eine sanfte Handmassage gut. Bei Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit in Fingern oder Hand sollten Sie die Ursache jedoch ärztlich abklären lassen.
