Infrarot-Massagegerät: Funktion, Typen und Anwendung

Ein Infrarot Massagegerät kombiniert eine Massagefunktion mit Wärme aus Infrarotlicht. Neben Vibration oder Klopfen erwärmt es also zusätzlich die Haut und das Gewebe darunter. Viele Menschen nutzen solche Geräte bei Verspannungen oder nach dem Sport.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Geräte verbinden Massage mit Wärme aus Infrarotlicht.
  • Kurzwelliges Infrarot dringt laut Bundesamt für Strahlenschutz bis etwa fünf Millimeter in die Haut ein.
  • Wärme kann die Durchblutung fördern und die Muskelspannung senken.
  • Zu viel Wärme kann die Haut bis hin zu Verbrennungen schädigen.
  • Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Sie vorher ärztlichen Rat einholen.

Was ist ein Infrarot Massagegerät?

Im Grunde ist es ein gewöhnliches Massagegerät mit zusätzlicher Wärmequelle. Viele Modelle lassen sich mit oder ohne Wärme betreiben. Meist ist es auch möglich, beides gemeinsam zu nutzen.

Infrarotstrahlung ist Wärmestrahlung. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) kann der kurzwellige Anteil bis etwa fünf Millimeter tief in die Haut eindringen und damit die Unterhaut erreichen. Das BfS nennt als mögliche Wirkung eine bessere lokale Durchblutung und eine geringere Muskelspannung. Infrarot wird deshalb zur Linderung bei Muskelschmerzen und Verspannungen eingesetzt.

Infrarot Massagegerät: Diese Arten gibt es

  • Handgeräte mit Aufsätzen: Ein Stab oder Griff mit Massagekopf, oft mit Klopf- oder Vibrationsfunktion und Infrarotlicht.
  • Geräte mit rotierenden Kugeln: Sie kneten die Muskulatur und wärmen dabei.
  • Nackenkissen und Auflagen: Sie liegen um den Nacken oder auf dem Stuhl und kombinieren Shiatsu-Köpfe mit Wärme.
  • Kleine Geräte für das Gesicht: Sie arbeiten mit sanfter Wärme und Vibration. Aussagen zur Faltenreduktion sind dafür nicht belegt.

Ein bekanntes Beispiel für Handgeräte ist das Klopfmassagegerät mit Wärmefunktion.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Bauform: Ein Handgerät ist vielseitig, ein Kissen bequemer für Nacken und Rücken.
  • Bedienung: Das Gerät sollte sich mit einer Hand bedienen lassen. Manche Hersteller bieten Fernbedienung und Display.
  • Einstellungen: Prüfen Sie, ob sich Massage und Wärme getrennt schalten lassen.
  • Lautstärke: Die Geräte unterscheiden sich hier deutlich.
  • Sicherheit: Ein Überhitzungsschutz und ein Timer sind wichtig.

Sicherheit bei Wärme und Infrarot

Das BfS weist darauf hin, dass negative Wirkungen vor allem auftreten, wenn Temperatur und Dauer kritische Grenzen überschreiten. Bei zu starker Bestrahlung drohen Schäden bis hin zu Verbrennungen. Halten Sie deshalb die Zeiten aus der Anleitung ein und schauen Sie nicht direkt in die Lichtquelle.

Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten vorab ärztlichen Rat einholen. Vorsicht gilt außerdem bei Diabetes mit gestörtem Temperaturempfinden, bei Entzündungen, frischen Verletzungen und Krampfadern. Unter dem Einfluss von Alkohol oder bestimmten Medikamenten verzichten Sie besser auf Wärmeanwendungen.

Häufige Fragen zum Infrarot Massagegerät

Welche Hersteller bieten solche Geräte an?

Geräte mit Infrarotwärme finden Sie unter anderem bei Beurer, Medisana, Sanitas und Renpho. Vergleichen Sie vor allem Wärmestufen, Abschaltautomatik und Aufsätze.

Hilft Infrarot gegen Cellulite oder Gelenkschmerzen?

Belastbare Belege für Heimgeräte gibt es dafür nicht. Wärme kann sich bei Verspannungen angenehm anfühlen. Bei Gelenkschmerzen lassen Sie die Ursache besser ärztlich abklären, denn bei Entzündungen kann Wärme schaden.

Kann ich das Gerät bei Pferden oder Hunden verwenden?

Für Tiere gibt es eigene, robuster gebaute Geräte. Tiere können Hitze aber schlecht mitteilen, deshalb ist Vorsicht geboten. Klären Sie den Einsatz bei Verspannungen oder Lahmheit vorher tierärztlich ab.