Deutsche Massage

Die deutsche Massage ist kein eigenes, fest definiertes Verfahren. Meist meinen Anbieter damit die klassische Massage, wie sie in Deutschland in Massagepraxen und in der Physiotherapie üblich ist. Sie arbeitet mit wenigen Grundgriffen und soll verspannte Muskeln lockern.

Herkunft der deutschen Massage

Massage gehört zu den ältesten Behandlungsformen überhaupt. Schon in der Antike rieben und kneteten Ärzte ihre Patienten. Die heute übliche klassische Massage nahm aber erst im 19. Jahrhundert Gestalt an. Damals ordneten Mediziner die Griffe systematisch und gaben ihnen feste Namen.

Aus dieser Tradition entwickelten sich mehrere Spielarten, darunter die schwedische Massage. Was hierzulande als deutsche Massage angeboten wird, liegt sehr nah an der klassischen Massage.

Typische Grifftechniken

Die behandelnde Person kombiniert verschiedene Griffe und passt den Druck an:

  • Streichungen wärmen das Gewebe auf und bereiten es auf die Behandlung vor.
  • Knetungen erreichen auch tiefer liegende Muskelschichten.
  • Rollen mit beiden Händen bewegt Haut und Bindegewebe gegeneinander.
  • Punktuelles Walken und Reibungen bearbeiten einzelne verhärtete Stellen.

Entscheidend ist weniger die Kraft als die saubere Ausführung. Eine gute deutsche Massage fühlt sich kräftig, aber nicht schmerzhaft an.

Wer die Massage durchführt

In Deutschland führen vor allem Masseurinnen und Masseure sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten Massagen durch. Laut dem Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums gehört Massagetherapie zu den physikalischen Therapien. Diese können auch „Masseure und medizinische Bademeister“ übernehmen, etwa in Kliniken oder Massagepraxen. Ist eine Behandlung medizinisch nötig, kann sie ärztlich verordnet werden.

Entspannung für Körper und Kopf

Die Massage erfolgt meist ruhig und gleichmäßig. Viele Menschen empfinden das als beruhigend. Sie eignet sich als Ganzkörpermassage, aber auch für einzelne Bereiche wie den oft verspannten Schulter- und Nackenbereich. Nach der Behandlung ist eine kurze Ruhepause sinnvoll, weil der Kreislauf sich erst wieder umstellen muss.

Eine Sitzung dauert je nach Umfang meist 20 bis 60 Minuten. Bequeme Kleidung für danach und etwas Zeit ohne Termindruck machen die Massage entspannter. Trinken Sie anschließend ein Glas Wasser, wenn Ihnen danach ist.

Was die deutsche Massage bewirken kann

Regelmäßig angewendet, kann die deutsche Massage Verspannungen lösen und das Wohlbefinden steigern. Sie regt die Durchblutung der Haut und der Muskulatur an. Weitergehende Versprechen, etwa eine Entgiftung des Körpers, sind dagegen nicht belegt.

Bei Fieber, Entzündungen, frischen Verletzungen oder Blutgerinnungsstörungen sollten Sie auf eine Massage verzichten oder vorher ärztlichen Rat einholen. Halten Rückenschmerzen länger an, gehört ihre Ursache zudem ärztlich abgeklärt.