Massageöl ist die häufigste Massage-Hilfe, es reduziert Reibung auf der Haut, ermöglicht gleitende Streichungen und pflegt die Haut zusätzlich. Beim Kauf zählen Inhaltsstoffe, Geruch, Konsistenz und Anwendungsbereich.
Basis-Trägeröle
Mandelöl ist das Standard-Massageöl: mild im Geruch, zieht langsam ein, geeignet für jeden Hauttyp. Jojobaöl pflegt besonders trockene Haut und ist ähnlich der natürlichen Hauttalg-Mischung. Kokosöl wirkt antibakteriell, ist im Sommer flüssig und im Winter fest. Traubenkernöl ist sehr leicht und zieht schnell ein, gut für ölige Haut.
Ätherische Öle für Akzente
Den Trägerölen können ätherische Öle zugesetzt werden: Lavendel wirkt entspannend, Eukalyptus belebend, Rosmarin durchblutungsfördernd, Pfefferminze kühlend und Anregung. Dosierung: 3 bis 5 Tropfen ätherisches Öl auf 100 ml Trägeröl. Bei empfindlicher Haut oder Schwangerschaft vorab Verträglichkeit testen.
Spezielle Massageöle
Warmöl-Mischungen (mit Ingwer, Zimt oder Chili) wärmen die Muskulatur. Sport-Massage-Öle enthalten oft Arnika, Beinwell oder Rosmarin zur Lockerung beanspruchter Muskeln. Aromatherapie-Mischungen sind speziell für Entspannungs-Massagen abgestimmt.
Worauf beim Kauf achten?
Bio-Qualität (keine Pestizid-Rückstände), kaltgepresst (mehr Wirkstoffe), kein zugesetzter Mineralöl-Anteil, schadstoffgeprüft. Bei Allergien (vor allem Nuss-Allergien) Inhaltsstoffe genau prüfen. Preis: 10 bis 40 Euro pro 250 ml für Qualitäts-Öle.
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Öl richtig dosieren und auftragen
Weniger ist beim Massageöl oft mehr. Geben Sie zunächst eine kleine Menge in die Handfläche, verreiben Sie das Öl zwischen den Händen und tragen Sie es dann mit flächigen Streichungen auf. Bei Bedarf lässt sich jederzeit etwas nachlegen, während zu viel Öl die Haut so glatt macht, dass kräftige Griffe abrutschen. Reste werden nach der Massage mit einem warmen Tuch abgenommen. Textilien mit Ölspuren behandelt man vor der Wäsche mit etwas Spülmittel, weil sich pflanzliche Öle sonst schlecht auswaschen lassen.
Fleckt Massageöl die Kleidung?
Ja, pflanzliche Öle können Textilien fleckig machen. Ein untergelegtes Handtuch schützt die Unterlage, frische Ölflecken lassen sich mit Spülmittel vorbehandeln.
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Anwendung und Aufbewahrung
Vor der Massage wärmt man das Öl an, indem man es kurz in den Händen verreibt oder das Fläschchen in warmes Wasser stellt, kaltes Öl auf der Haut wirkt unangenehm. Man dosiert sparsam und gibt bei Bedarf nach, denn zu viel Öl macht die Haut zu glatt für kräftige Griffe. Nach dem Öffnen sind pflanzliche Massageöle je nach Sorte einige Monate bis etwa ein Jahr haltbar. Kühl, dunkel und gut verschlossen gelagert bleiben sie länger frisch. Ein ranziger Geruch zeigt an, dass das Öl nicht mehr verwendet werden sollte.
Häufige Fragen zum Massageöl
Welches Öl eignet sich für empfindliche Haut?
Mildes Mandel- oder Jojobaöl ohne Duftzusätze ist gut verträglich. Bei bekannten Nuss-Allergien sollte auf Mandelöl verzichtet und ein Ersatz wie Traubenkernöl gewählt werden.
Kann man Speiseöl zum Massieren verwenden?
Reines, kaltgepresstes Pflanzenöl wie Oliven- oder Kokosöl funktioniert grundsätzlich. Speziell abgestimmte Massageöle ziehen jedoch angenehmer ein und riechen weniger streng.
Wie viele Tropfen ätherisches Öl darf man zusetzen?
Als Faustregel gelten 3 bis 5 Tropfen ätherisches Öl auf 100 Milliliter Trägeröl. In der Schwangerschaft und bei Kindern ist besondere Vorsicht geboten.
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