Intime Massage

Eine intime Massage bezieht die Genitalien und angrenzende Körperregionen mit ein. Paare nutzen sie, um Nähe, Vertrauen und Lust zu erleben und den eigenen Körper besser kennenzulernen. Wer keine Partnerin oder keinen Partner hat, findet entsprechende Angebote auch in spezialisierten Studios.

Worum es bei der intimen Massage geht

Im Mittelpunkt stehen Wohlbefinden, Körperwahrnehmung und Genuss. Ein Orgasmus kann dazugehören, ist aber nicht das eigentliche Ziel. Viele Formen stammen aus dem Tantra und betonen langsame Berührungen und bewussten Atem. Die Basis ist immer das Einverständnis beider Seiten. Sprechen Sie vorher über Wünsche und Grenzen und vereinbaren Sie ein Signal, mit dem jede Seite jederzeit stoppen kann.

Formen der intimen Massage

Je nach Körperbereich und Tradition gibt es verschiedene Arten:

  • Yoni-Massage: Sie widmet sich den weiblichen Genitalien. Wichtig sind Respekt, Ruhe und viel Achtsamkeit.
  • Lingam-Massage: Sie bezieht beim Mann Penis, Hoden und Damm ein.
  • Penis-Massage: Sie konzentriert sich auf Schaft und Eichel.
  • Prostata-Massage: Sie stimuliert die Vorsteherdrüse des Mannes über den After.

Viele dieser Formen sind Teil einer Tantramassage, die den ganzen Körper einbezieht.

Vorbereitung für die intime Massage

Sorgen Sie für eine ruhige Umgebung ohne Störungen. Ein warmer Raum, weiche Kissen, Handtücher und gedämpftes Licht helfen beim Entspannen. Schalten Sie das Telefon aus und nehmen Sie sich genug Zeit.

Waschen Sie vorher die Hände und kürzen Sie die Fingernägel. Ein mildes Öl ohne Duftstoffe macht die Berührungen angenehmer. Wärmen Sie das Öl zuvor zwischen den Handflächen an.

Öl, Hygiene und Schutz

Für die Schleimhäute eignen sich nur sehr milde Produkte. Ätherische Öle und parfümierte Lotionen können dort reizen. Für die Bereiche um Scheide und After greifen viele deshalb zu einem wasserbasierten Gleitmittel.

Wichtig ist das, wenn Sie Kondome nutzen. Laut liebesleben.de, einem Angebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, beschädigen Öle, Lotionen und fetthaltige Gleitmittel Latexkondome. Verwenden Sie mit Latexkondomen also nur wasserlösliche, fettfreie Gleitmittel. Benutzen Sie außerdem keine Finger oder Hilfsmittel aus dem Analbereich anschließend an der Scheide.

Achtsamkeit und Grenzen

Eine intime Massage lebt vom Vertrauen. Beginnen Sie langsam, achten Sie auf die Reaktionen Ihres Gegenübers und fragen Sie nach. Bei Schmerzen, Entzündungen, Infektionen oder Verletzungen im Intimbereich verzichten Sie auf die Massage. Das gilt auch, wenn sich eine Seite unwohl fühlt.