Kalifornische Massage: Wissenswertes zur Massagetechnik

Die kalifornische Massage ist eine Ganzkörpermassage mit langen, fließenden Streichungen. Sie entstand in den 1960er-Jahren am Esalen Institute in Big Sur an der Küste Kaliforniens. Deshalb heißt sie auch Esalen-Massage.

Woher die kalifornische Massage stammt

Laut dem Esalen Institute wurde die Methode dort in den 1960er-Jahren entwickelt. Als Begründerin nennt das Institut Molly Day Shackman, mehrere Lehrerinnen haben die Technik später verfeinert.

Grundlage sind Griffe der schwedischen Massage. Hinzu kommen Elemente aus anderen Formen der Körperarbeit, etwa sanfte Dehnungen und Gelenkbewegungen.

Was die Massagetechnik ausmacht

Im Mittelpunkt stehen lange, ruhige Streichungen, die oft über die gesamte Körperlänge reichen. Das Tempo ist langsam und richtet sich nach der Atmung. Zwischendurch gibt es bewusste Pausen. Geklopft wird nicht, geknetet nur wenig.

Wo sich Verspannungen zeigen, arbeitet die Behandlerin gezielter an einzelnen Muskeln und Gelenken. Viele Masseure entwickeln dabei einen eigenen Stil, weil die Methode bewusst Raum für das eigene Gespür lässt. Zudem kommt reichlich warmes Öl zum Einsatz, mehr als bei der schwedischen Massage.

Ablauf einer Sitzung

Vor der Behandlung klären Sie in einem kurzen Gespräch Ihre Wünsche und mögliche Beschwerden. Danach liegen Sie entkleidet auf einer Liege und sind mit Tüchern bedeckt. Am Esalen Institute selbst dauert eine Sitzung 75 Minuten. Andere Anbieter planen oft eine Stunde oder etwas mehr ein.

Was eine kalifornische Massage bewirken kann

Im Vordergrund stehen Entspannung und eine bessere Körperwahrnehmung. Viele Menschen erleben die langsamen Streichungen als beruhigend. Außerdem lockert die Wärme des Öls die Muskulatur. Ähnlich wie bei einer Entspannungsmassage steht das Wohlbefinden im Mittelpunkt.

Heilende Wirkungen, etwa gegen Bluthochdruck, Migräne oder Schlafstörungen, sind für diese Massageform nicht belegt. Bei anhaltenden Rücken- oder Nackenschmerzen sollte deshalb zuerst eine Ärztin oder ein Arzt die Ursache klären.

Für wen sich die kalifornische Massage eignet

Die kalifornische Massage passt zu Menschen, die sich eine sanfte und achtsame Ganzkörpermassage wünschen. Wer kräftigen Druck mag, ist mit einer Tiefenmassage besser beraten. Bei Fieber, Hautentzündungen, frischen Verletzungen oder Thrombosen ist eine Massage generell nicht geeignet.

Wie unterscheidet sie sich von der hawaiianischen Massage?

Beide Formen arbeiten mit viel Öl und langen Streichungen. Bei der hawaiianischen Massage gleiten jedoch vor allem die Unterarme über den Körper, und die Bewegungen erinnern an einen Tanz. Die Esalen-Massage arbeitet ruhiger und legt mehr Wert auf bewusste Pausen.

Was sollte ich vor dem Termin beachten?

Essen Sie vorher nur leicht und planen Sie danach etwas Ruhe ein. Sagen Sie der Behandlerin außerdem, wenn Sie Hautprobleme oder eine Allergie gegen bestimmte Öle haben.