Sauna Massage

Eine Sauna Massage verbindet zwei Wellness-Klassiker. In der Sauna wärmt sich die Muskulatur durch und entspannt sich bereits. Eine anschließende Massage kann diese Entspannung vertiefen. Viele Thermen und Wellnesshotels bieten beides deshalb als Paket an.

Warum Wärme die Massage erleichtert

Warme Muskeln sind lockerer als kalte. Die Masseurin oder der Masseur kann das Gewebe dann leichter greifen und gezielter bearbeiten. Viele Gäste empfinden die Griffe nach dem Saunagang zudem als angenehmer.

Die Sauna selbst ist für den Kreislauf eine echte Belastung. Laut der Deutschen Herzstiftung entspricht ein Saunabesuch etwa einer Belastung von 50 Watt, ähnlich wie zügiges Gehen. Wer herzkrank ist, sollte Saunagänge deshalb vorher mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.

Welche Sauna passt zur Massage?

Je nachdem, wie viel Hitze Sie vertragen, eignen sich unterschiedliche Varianten:

  • Finnische Sauna: trockene Hitze, oft mit Aufguss
  • Dampfbad: niedrigere Temperatur, sehr hohe Luftfeuchtigkeit
  • Hamam: feuchte Wärme, oft mit Waschung und Schaummassage auf einer warmen Marmorplatte
  • Bio-Sauna: mildere Temperaturen, geeignet für Einsteiger

Eine klassische Kombination aus Wärme und Massage ist die Hamam Massage. Bei einem Aufguss erhöhen Wasser und Aromen auf den heißen Steinen kurzzeitig die gefühlte Hitze. Beliebt sind zum Beispiel Aroma-, Salz-, Honig- und Eis-Aufgüsse. In der russischen Banja gehört außerdem das Abklopfen mit einem Birkenbesen dazu, dem sogenannten Wenik.

Die richtige Reihenfolge bei der Sauna Massage

Am besten planen Sie die Massage nach dem letzten Saunagang. Das Massageöl bleibt dann auf der Haut, statt im nächsten Gang abgeschwitzt zu werden. Kühlen Sie sich vorher ab und ruhen Sie eine Weile, bis der Kreislauf sich beruhigt hat.

Trinken Sie zwischendurch ausreichend Wasser. Nach der Massage tut eine weitere Ruhepause gut. Sport direkt danach ist dagegen keine gute Idee.

Tipp: Eine ruhige Entspannungsmassage passt nach der Sauna besser als eine kräftige Tiefenmassage, weil der Körper schon stark beansprucht ist.

Wann Sie vorsichtig sein sollten

Bei Fieber, Infekten oder akuten Entzündungen sind Sauna und Massage tabu. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten laut Herzstiftung auf Aufgüsse verzichten und sich nach der Sauna langsam abkühlen. Eine eiskalte Dusche oder das Tauchbecken sind für sie ungeeignet.

Die oft gehörte Behauptung, die Sauna leite Giftstoffe oder Schlacken aus dem Körper, ist nicht belegt. Schweiß besteht vor allem aus Wasser und Salzen. Der Gewinn einer Sauna Massage liegt in der Entspannung und im Wohlgefühl. Wer das regelmäßig genießen möchte, plant am besten einen festen Wellnesstag ohne Termindruck ein.