Eine Massagematte dient vor allem der sanften Entspannung von Rücken, Nacken und Beinen. Sie legen sich darauf oder setzen sich auf einen Teil der Matte, und Motoren übernehmen die Massage. Zur Auswahl stehen elektrische und manuelle Modelle.
Besonders beliebt sind elektrische Matten mit Shiatsu-Köpfen oder Vibration. Hier erfahren Sie, welche Arten es gibt und welche Matte zu Ihren Bedürfnissen passen könnte.
Das Wichtigste in Kürze
Die meisten Matten arbeiten elektrisch und bieten mehrere Programme. Manuelle Matten gibt es auch, sie bieten aber weniger Komfort und Vielfalt.
- Es gibt elektrische und manuelle Matten.
- Elektrische Modelle kneten, klopfen oder vibrieren.
- Viele Modelle haben eine zusätzliche Wärmefunktion.
- Je nach Größe massieren sie Nacken, Rücken, Oberschenkel oder den ganzen Körper.
- Die Anwendung erfolgt je nach Modell im Sitzen oder Liegen.
Was ist eine Massagematte?
Eine Massagematte ist eine gepolsterte Auflage mit eingebauten Massageelementen. Elektrische Matten haben Vibrationsmotoren oder bewegliche Massageköpfe, die ein kleiner Motor antreibt. Manuelle Matten haben Noppen, Kugeln oder Rollen, die durch Ihr eigenes Körpergewicht und Ihre Bewegung wirken.
Die Matten gibt es in verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel:
- mit und ohne Wärmefunktion
- elektrisch oder manuell
- mit vorinstallierten Programmen
- mit oder ohne automatische Abschaltung
Was eine Massagematte leisten kann
Viele Menschen empfinden die Massage auf der Matte als entspannend, gerade in Verbindung mit Wärme. Die Forschung zur Massage allgemein ist allerdings zurückhaltend. Laut dem US-Nationalzentrum für Komplementär- und Integrativmedizin (NCCIH) sind die Belege bei Rücken- und Nackenschmerzen begrenzt, und Effekte halten oft nur kurz an.
Das Risiko gilt insgesamt als gering. Aussagen, eine Matte beuge Haltungsschäden vor oder löse Muskelkrämpfe, sind dagegen nicht belegt. Bei anhaltenden Schmerzen klären Sie die Ursache deshalb ärztlich ab.
Massagematte: Diese Arten gibt es
Grob lassen sich elektrische und manuelle Matten unterscheiden. Bei den elektrischen Modellen ist die Vielfalt besonders groß. Die wichtigsten Bauformen im Überblick:
Elektrische Massagematte mit Shiatsu-Köpfen
Elektrische Matten arbeiten mit drei Grundtechniken: Klopfen, Kneten und Vibrieren. Eine Massagematte mit Shiatsu-Köpfen hat bewegliche Massageköpfe, die links und rechts der Wirbelsäule entlanglaufen. Durch die kreisenden Bewegungen fühlt sich die Massage kräftiger an.
Tipp für empfindliche Menschen
Die Shiatsu-Technik ist intensiver als reine Vibration. Wer empfindlich reagiert, legt anfangs ein Handtuch zwischen Matte und Körper. Einige Hersteller bieten zudem einen abnehmbaren Bezug, mit dem sich die Intensität anpassen lässt.
Massagematte mit Vibration
Viele flache Matten arbeiten mit mehreren Vibrationsmotoren, die in Zonen für Nacken, Rücken, Gesäß und Beine verteilt sind. Diese Massage ist sanfter als Shiatsu. Bei stärkeren Verspannungen empfinden manche sie dafür als weniger wirksam.
Massagematte für die Badewanne
Sprudelmatten für die Badewanne erzeugen mit einem Gebläse kleine Luftblasen im Wasser. Das fühlt sich ähnlich an wie ein Whirlpool. Viele Modelle haben eine Heizung für die Luft und teils eine Beleuchtung. Verwenden Sie in der Wanne ausschließlich Geräte, die der Hersteller ausdrücklich dafür vorsieht. Das Steuergerät mit dem Stromanschluss bleibt dabei immer außerhalb des Wassers.
Matten für das Auto
Langes Sitzen im Auto kann für den Rücken unangenehm werden. Für Beifahrer gibt es Sitzauflagen mit Stecker für die 12-Volt-Steckdose, mehreren Stufen und Heizung. Als Fahrerin oder Fahrer nutzen Sie die Massage besser nur in den Pausen, denn sie kann ablenken. Manuelle Auflagen bestehen meist aus Holz- oder Kunststoffkugeln.
Manuelle Matten
Manuelle Matten haben Noppen oder Spitzen, auf die Sie sich legen. Eine bekannte Variante ist die Akupressurmatte. Sie braucht keinen Strom und lässt sich leicht mitnehmen.
Worauf Sie beim Kauf einer Massagematte achten sollten
Bei der großen Auswahl helfen einige klare Kriterien.
Einsatzbereich
Überlegen Sie zuerst, ob Sie eine bestimmte Körperstelle oder den ganzen Körper massieren möchten. Für eine Ganzkörpermassage brauchen Sie eine lange Matte. Für den Rücken am Schreibtisch genügt oft eine Massageauflage für den Stuhl.
Stufen und Programme
Eine gute Massagematte bietet mehrere Stufen für einen sanften Einstieg, etwa sanft, mittel und stark. Vorgegebene Programme sorgen für Abwechslung. Eine regelbare Wärme empfinden viele als angenehme Ergänzung.
Bedienung
Eine Fernbedienung mit ausreichend langem Kabel ist komfortabler als Knöpfe direkt an der Matte. Dann müssen Sie sich im Liegen nicht strecken, um Stufe oder Programm zu ändern.
Geräusche
Die Lautstärke hängt vom Hersteller ab. Matten mit beweglichen Köpfen sind meist lauter als reine Vibrationsmatten. Gute Modelle übertönen leise Hintergrundmusik nicht.
Material und Reinigung
Achten Sie auf atmungsaktives, robustes Material und saubere Nähte. Nach der Massage sollte sich die Oberfläche mit einem feuchten Tuch reinigen lassen. Am besten ist ein abziehbarer Bezug, der in die Waschmaschine darf.
Größe
Eine Massagematte für den ganzen Körper ist meist zwischen etwa 1,60 und 1,90 Metern lang. Messen Sie zudem Ihre Schulterbreite und geben Sie einige Zentimeter Spielraum hinzu. So liegen Sie bequem und behalten Bewegungsfreiheit.
Häufige Fragen zur Massagematte
Welche Hersteller gibt es?
Matten bieten unter anderem Wellness-Marken wie Beurer, Medisana und Snailax an. Daneben gibt es viele Onlinemarken. Vergleichen Sie Länge, Massagezonen, Wärme und Abschaltautomatik.
Wie oft sollte ich die Matte nutzen?
Halten Sie sich an die Anleitung des Herstellers. Viele Geräte schalten sich nach etwa 15 bis 30 Minuten ab. Mehrere kurze Anwendungen pro Woche sind für viele angenehmer als eine sehr lange.
Ist eine Massagematte gefährlich?
Bei falscher Anwendung kann die Massage Schmerzen verstärken. Gefährlich wird es, wenn die Wärme überhitzt und keine Abschaltautomatik eingreift. Nutzen Sie die Matte nur im wachen Zustand. Bei Thrombose, Bandscheibenproblemen, Herzschrittmacher oder in der Schwangerschaft fragen Sie vorher ärztlich nach.
Wie reinige ich die Matte?
Die meisten Matten haben ein wasserabweisendes Obermaterial, das sich feucht abwischen lässt. Bei einigen lässt sich der Bezug abnehmen und bei 30 oder 40 Grad waschen. Beachten Sie dabei die Pflegehinweise.
Gibt es Zubehör?
Einige Hersteller bieten Wechselbezüge, Transporttaschen oder Kissen an. Für den Nacken ist ein zusätzliches Massagekissen eine mögliche Ergänzung.
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Massagematten liegen auf dem Bett oder dem Sofa und arbeiten mit Vibrationsmotoren, oft mit Wärme. Achten Sie auf die Länge der Matte und auf abschaltbare Zonen.
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